Sprechen

Was ist Sprechen?

Sprechen ist Lautmachen (Hörbarmachen) von Gedanken.

Beim Sprechen werden Gedanken in ein Klanggebilde umgewandelt.

Hörbar ist nur die Stimme, der Ton, das Laute.
Der Ton entsteht, wenn Ausatemluft die Stimmlippen in Schwingung bringt.
Verstärkt wird der Ton durch den Hall im Mund- und Rachenraum.

Die Mundstellungen sind lediglich Formgeber.
Die Formgebung erfolgt unbewusst, ohne willentliches Zutun.

Jedes willentliche (kraftvolle) „Nachhelfen“ sorgt für Anspannung und erschwert die Stimmbildung.

Beim Sprechen sollte folgende Regel angewendet werden:

Bewusst Ton erzeugen

Unbewusst Mundstellungen formen !

Das Erkennen und Begreifen, dass (und wie) der Stotternde Sprechen (=Stimmlippen durch Ausatemluft ins Schwingen bringen) kann, ist der wichtigste Schritt auf dem Hausdörferweg.

Von nun an sollte gelten: Nur noch um die Tonbildung kümmern wollen und nicht mehr um die Mundstellungen oder Buchstaben kümmern.

Für die Praxis heißt das:

  • Stimmlippen durch bewusstes Ausatmen in Schwingung bringen und
  • Auf Lockerheit im Mundbereich achten – keine Mundstellungen formen

In der Übertreibung liegt die Heilung.

Der Endzweck der Übungen ist die Suggestion „Ich –Kann-Sprechen“.
Diese wird am schnellsten erlangt indem das Sprechgesetz nicht nur ein bisschen befolgt wird, sondern sehr übertrieben angewendet wird.

Damit wird ein weiterer Aspekt des Stotterns bearbeitet:
Die Angst (mit Stottern) aufzufallen.

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